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Würdiger Abschluss des JubiläumsjahresDie Ausstellung „800 Jahre Godesburg" zeigt im Haus an der Redoute 70 Exponate aus unterschiedlichen Epochen(2. Dezember 2010, Bonner General-Anzeiger)Von Bernd Linnarz Fast 100 von ihnen kamen zur Vernissage, darunter Bonns Bürgermeister Horst Naaß und am Vorabend seines ersten Arbeitstages der neue Bonner Kulturdezernent Martin Schumacher. Nicht nur deshalb durfte Stadtarchivar Norbert Schlossmacher, der die Ausstellung zusammengestellt hat, in seiner Begrüßung mit Fug und Recht behaupten, die Burg sei nicht nur Wahrzeichen Bad Godesbergs, sondern der gesamten Stadt Bonn. Die Bilderschau vereint viele private und öffentliche Leihgaben, beispielsweise des Landesmuseums, des Kölnisches Stadtmuseums, des Siebengebirgsmuseums sowie des Bonner Stadtarchivs und Stadtmuseums. Schlossmacher ist begeistert „auf welche unterschiedliche Weise und Perspektive die Künstler die Burg dargestellt haben". Die Exponate reichen von der Replik des so genannten Grundsteins von Schwolen-Flümann nutzte die Gelegenheit, um eine Lanze für die Sanierung der Burg zu brechen, die - wie berichtet - auf der Kippe steht. Die Stadt ließ unlängst verlauten, sie sei aufgrund der desolaten Haushaltslage nicht imstande, die von ihr erwartete Subvention in Höhe von 360 000 Euro bereitzustellen. Das würde bedeuten, dass die Fördermittel von Bund und Land über 840 000 Euro verfallen...Und mit ihnen unser Bergfried. Das darf nie und nimmer passieren", sagte sie und kündigte an, alles dafür zu tun, dass die Stadt ihren Beitrag zur Sanierung des Bergfrieds leistet. „Er darf auf Dauer nicht mit Kaninchendraht eingezäunt bleiben", erklärte sie unter Beifall der Anwesenden. Die Ausstellung ist bis zum 2. Januar im Haus an der Redoute, Kurfürstenallee 1a, zu sehen (mittwochs bis sonntags, jeweils von 14 bis 18 Uhr). Das Stadtarchiv hat eine Begleitpublikation herausgegeben, die für sechs Euro in der Ausstellung sowie im Buchhandel und im Stadtarchiv erhältlich ist. Das Tegernseer GemäldeEs zeigt die Zerstörung der Godesburg von 1583 und ist das einzige Gemälde aus jener Zeit. Es ist aller Wahrscheinlichkeit nach 1625 für einen auf dem Bild zu erkennenden Ritter von einem einfachen Maler gemalt worden. Die Buchstaben „S.V.N." deuten darauf hin, dass es sich um einen Schrenck von Notzing handelt. Offen ist, wie das Bild in den Besitz des Klosters Tegernsee gekommen ist. Der inzwischen verstorbene Grafiker Arno Rheins, entdeckte es 1968 bei einem Urlaub im dortigen Heimatmuseum. 1983 war es auf einer Ausstellung des VHH zur 400-Jahr-Feier der Zerstörung der Godesburg zu sehen. hbl
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