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City-Terrassen-Umbau tritt auf der Stelle

Zähe Verhandlungen mit dem neuem Supermarkt-Betreiber sorgen für eine erneute Verzögerung

(7. Dezember 2010, Bonner General-Anzeiger)

BAD GODESBERG. Der Umbau der City-Terrassen gilt als eines der Schlüsselprojekte der Bad Godesberger Innenstadt. Den Abriss der Rampen wünschen sich viele Bad Godesberger. Die Absichten der dänischen Essex GmbH, den in doppeltem Sinne ausladenden Aufgang zum Plateau durch eine kleinere Treppe und eine Einkaufspassage zu ersetzen, stießen auch in Kommunalpolitik und Stadtverwaltung auf breite Zustimmung. Der Makel: Es tut sich nichts.
Leif Steffen, Deutschland-Direktor der Essex, hatte ursprünglich gehofft, vor mehr als einem Jahr mit den Umbauarbeiten zu beginnen. Jetzt bestätigt er auf Anfrage des GA, dass der Zeitplan bereits zum zweiten Mal durcheinander geraten ist. „Die Verhandlungen mit unserem potenziellen Hauptmieter gestalten sich sehr zäh", erklärt Steffen. Damit meint er die bereits seit Dezember 2008 laufenden Gespräche mit der Rewe-Gruppe, die zurzeit in den City-Terrassen den Toom-Markt betreibt. Die neuen Baupläne sind ebenfalls auf Rewe zugeschnitten, der dort einen Maxi-Supermarkt für gehobene Ansprüche einrichten will.
Ursache für die Stagnation sind nach Aussage von Steffen und seines Architekten Helmut Rübsamen vom Kölner Büro „form a" anstehende Umstrukturierungen im Rewe-Konzern und damit wechselnde Zuständigkeiten zum Stichtag 31. Dezember. Das be
deutet für Steffen und Rübsamen („Wir haben unsere liebe Not"), dass sie ihre Pläne mit neuen Ansprechpartnern abstimmen müssen. Rewe selbst will sich dazu nicht äußern. Auf eine schriftliche Anfrage teilte die Pressestelle mit: „Wir bitten um Verständnis, dass wir aufgrund der laufenden Verhandlungen keine Details kommunizieren."
Gleichwohl geht Steffen davon aus, dass bis spätestens Mai alle entscheidenden Punkte abschlie
ßend geklärt sein werden. Inklusive der notwendigen Baugenehmigungen. Was dann folgt, wäre ein so genannter städtebaulicher Vertrag mit der Stadt, in dem sämtliche Verpflichtungen des Bauträgers, sprich: der Essex, geregelt sind. Unter anderem auch der Umbau der neuen Ladezufahrt über die Pfarrer-Minartz-Straße. Die Einmündung zur Burgstraße muss umgebaut werden. Das steht seit Anfang des Jahres fest. Auch dieser Umstand hatte für eine Ver
zögerung des Projekts gesorgt, so dass in der Folge auch die Banken als Geldgeber ungeduldig wurden. Heute sieht Steffen darin kein Problem mehr. „Die Finanzierung ist gesichert, egal wann es losgeht."
Das wird jetzt vermutlich nicht vor dem Sommer 2011 sein. Und sollten die Gespräche mit der Rewe-Gruppe endgültig scheitern, wäre das nach Ansicht Steffens nicht das Ende des ambitionierten Vorhabens, das vor zwei Jahren
mit rund sechs Millionen Euro veranschlagt worden war. „Für den Fall der Fälle haben wir noch andere Interessenten an der Hand, mit denen wir den Umbau über die Bühne bringen", meint Leif Steffen.
Das hofft auch Rübsamen, der an den Detailplänen weiterarbeitet. „Und mit uns hoffen das eine Reihe von benachbarten Geschäften, die die Verlängerung ihrer Mietverträge an den Umbau der City-Terrassen knüpften.