Peter Schwingen (1813-1863), Genremaler des Biedermeier, geboren und aufgewachsen in Muffendorf bei Godesberg.
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Aennchen war's, die Feine...

Die Lindenwirtin Aennchen Schumacher aus Bad Godesberg

Ein Lese- und Bilderbuch zum 150. Geburtstag einer faszinierenden Frau

Nüchtern liest sich, was die als Godesberger „Lindenwirtin" bis heute unvergessene Aennchen Schumacher in ihrer 1929 erschienenen Biografie schreibt: „Im Jahre 1860, am 24. Januar, wurde ich geboren und nach anderthalb Jahren mein Bruder Josef Schumacher. Ich blieb ledig, und mein Bruder Josef heiratete eine Bonnerin, deren Ehe kinderlos blieb. Daher stirbt der Stamm der Schumacher leider aus." Abgesehen von dem kleinen Irrtum, dass sie am 22. Januar zur Welt kam, ist dieses Selbstzeugnis typisch für diese stets hart arbeitende und dabei immer souveräne Frau.

Sie lebte in einer seltenen Mischung völlig uneitel, überließ dabei nichts
dem Zufall - auch nicht ihren Nachruhm - und wurde zur Ikone ganzer Studentengenerationen, die aus der nahen Universitätsstadt Bonn herbeiströmten; den preußischen Hochadel eingeschlossen. Scheinbar mühelos vereinte sie die Führung der elterlichen Gaststätte, die sie schon mit 18 Jahren übernommen hatte, und in der oft 500 Studenten lustige Stunden verbrachten, mit der offenbar höchst individuellen Ansprache ihrer Gäste, die ihr über die Studentenzeit hinaus verbunden blieben. Dass sie dabei das studentische Liedgut einer ganzen Epoche in ihrem Hause pflegte - Aennchen spielte selbst oft das Klavier dazu - und als Verlegerin veröffentlichte, gehört zu dem Bild dieser ungewöhnlichen und im besten Sinne „modernen" Frau und Unternehmerin, deren Leben im Rückblick zu einem Fenster in eine faszinierende Zeit wird.

Zum Buch

Den 150. Geburtstag der „Lindenwirtin" Aennchen Schumacher am 22. Januar 2010 nimmt der Verein für Heimatpflege und Heimatgeschichte Bad Godesberg zum Anlass, in diesem Jahr ein spannendes Lese- und Bilderbuch zum Leben und Wirken dieser faszinierenden Frau herauszugeben.

Lebendig wird dabei eine Epoche, die von sozialen Umbrüchen, der Begegnung ländlicher Traditionen mit städtischen und studentischen Lebensformen geprägt war, und das in einer langen Friedensphase, die in den Vorabend des Ersten Weltkriegs mündete.

Um die Figur des Aennchens wird eine Zeit erkennbar, in der harte Arbeit, ideenreiches - weibliches - Unternehmertum, aber auch menschliche Kompetenz und Haltung sowie eine Neigung zum Kulturgut der Lieder Chancen eröffnet haben, die aus heutiger Sicht fast unwahrscheinlich erscheinen. So lohnt es sich, die „Lindenwirtin" auf ihrem Lebensweg zu begleiten, herauszufinden, wie sie von der Zeit und die Zeit von ihr bewegt wurde. Das beginnt mit der Kindheit und Jugend im Godesberger Knolleveedell, die sie als zweitjüngstes Kind einer 14-köpfigen Ackerer- und Gastwirtsfamilie erlebte.

Wie aus dem Gasthaus „Zum Godesberg" die Studentenkneipe „Zur Lindenwirtin" wird, wie das studentische Leben in Bonn und
Bad Godesberg aussah, welch noble Kundschaft Aennchen bemutterte, wie die Rolle von Frauen in jenen Jahren war, welche Früchte Aennchens verlegerisches Engagement trug und vieles mehr wird dabei von der Historikerin Dr. Barbara Hausmanns und dem Journalisten Ulf Hausmanns reich bebildert dargestellt.

Produktinformation:


Herausgeber: Verein für Heimatpflege und Heimatgeschichte e.V.

wird demnächst erscheinen